Vereinsreise Feuerwehr und Feuerwehrverein 27./28.8.2016

Samstag

39 gut gelaunte, reiselustige Angehörige der Feuerwehr und des Feuerwehrvereins fanden sich zur diesjährigen Reise ins Furkagebiet und die Leventina ein. Mit dem umsichtigen Chauffeur Eric Marty des Car Unternehmens Hess trafen wir einen „alten Bekannten“, hat er uns doch in den letzten Jahren stets sicher und routiniert ans Ziel und wieder nach Hause gebracht.

 

Die Route der ersten Etappe führte uns auf direktem Weg entlang des Zugersees, Goldau, Brunnen, Axenstrasse über Göschenen bis Realp. Ich glaube, Petrus war ein Feuerwehrmann. Besseres Reisewetter kann man sich nicht wünschen. In Realp wurden wir durch Jürg Drittenbass über geschichtliches und technisches der Furka-Bergstrecke informiert.

 

Die anschliessende Fahrt auf dieser historischen Bahnstrecke war für uns alle ein Erlebnis. Jürg begleitete uns und gab uns laufend Informationen wie der Unterhalt durch Freiwillige ausgeführt wird. Diese Bahnfanatiker kommen aus halb Europa und leisten unentgeltlich immense Arbeit für den Unterhalt dieser historischen Bahn, welche nur während vier Monaten pro Jahr in Betrieb ist. Als Vorbereitung auf den Winter wird sogar die Stäffentalbrücke demontiert und im Frühjahr wieder aufgebaut, weil die jährlich zu Tal donnernde Lawine diese zerstören würde, was auch zu Beginn des Betriebs der Fall war. An der Haltestelle Furkapass durften wir uns von Peter und Jürg Drittenbass offerierten Apéro erfreuen. An dieser Stelle herzlichen Dank! Nach dem Scheiteltunnel hatten wir freien Blick auf die Grimselstrasse, das Goms und die Resten des Rhonegletschers. Deutlich ist der Schwund der Eismassen zu sehen, war doch das Ende des Rhonegletschers vor wenigen Jahrzehnten noch tief im Tal! Trotzdem genossen wir die holprige Fahrt im liebevoll restaurierten Wagen der Furkabahn.

 

Nach dem Mittagessen im Hotel Glacier du Rhone in Gletsch starteten wir zur nächsten Etappe, Richtung Nufenenpass. Eric gestand mir, in all den Jahren als Berufschauffeur habe er diese Passstrasse noch nie befahren, aber er bezwang alle Kehren zum Hospiz absolut problemlos. Während dem Kaffeehalt auf der Passhöhe genossen wir die beeindruckende Aussicht auf die umliegenden Viertausender.

 

Die nächste Teilstrecke führte uns durch das Bedrettotal bis zur Talstation der Ritombahn. Auf der Bergfahrt beeindruckte uns die Steilheit dieser Kraftwerkbahn. Nach der kurzen Wanderung von der Bergstation zum Berggasthaus Ritomsee erfolgte der Zimmerbezug. Das anschliessende Nachtessen und das gemütliche Beisammensein in geselliger Runde liessen den ersten Reisetag für alle Teilnehmer zufrieden ausklingen.

 

Sonntag

Nach dem Frühstück besammelten wir uns auf der Staumauer des Ritomsees für das Gruppenbild und wagten darauf zu Fuss den Abstieg auf dem ehemaligen Säumerweg talwärts. Währenddessen unser Gepäck vom Wirt mit dem Transporter und unter Mithilfe der drei „Marschunwilligen“ zur Bergstation der Ritombahn gebracht und im Tal dann in den Reisebus verladen wurde. Der erste Teil unserer Wanderung ging uns doch ganz gehörig in die Beine, war doch der Saumweg recht steil. In Altanca mussten deshalb zwei Teilnehmer für den Rest der Wanderung bis Airolo passen und für die Reststrecke das Postauto benutzen. Für den Rest der Wanderer war dann erst in Brugnasco ein Marschhalt geplant,welcher auch sehr willkommen war. Mit tatkräftiger Unterstützung durch zwei fleissige Buffet-Burschen von uns und durch den Schreiberling im Service, konnte der Durst recht kurzfristig gestillt werden. Währenddessen fuhr Eric mit den drei „Kulis“ nach Airolo zum ausgemachten Treffpunkt und deponierten die Gepäckstücke fein geordnet beim Fahrzeug, damit die Suche nach der persönlichen Habe wegfiel. Nach dieser schönen aber doch recht anstrengenden Wanderung war das Anziehen von trockener Wäsche doch sehr ratsam. Sobald alle das Marschziel Airolo erreichten und trockene Kleider auf dem Leib hatten, erfolgte der Start zur nächsten Etappe.

 

Nach der kurzen Fahrt zum Gotthard Hospiz folgte das Mittagessen und anschliessend als letzte Attraktion die Besichtigung der ehemaligen Artilleriefestung San Gotthardo und der Ausstellung Kristallwelten. Gibt es doch Funde von Kristallen in Reinform aus dem Bau des ersten Gotthard Eisenbahntunnels aus dem 19. Jh. zu bestaunen. Auch die äusserst interessante Besichtigung dieses Bollwerks aus dem zweiten Weltkrieg unter Leitung der beiden ehrenamtlichen Führer beeindruckte alle. Als ob wir uns nicht schon genug auf „Schusters Rappen“ bewegt hätten, galt es doch, einige Kilometer in den Stollen dieser militärischen Anlage zu bewältigen.

 

Die Heimfahrt bildete dann den Abschluss dieser erlebnisreichen Reise. In diesem Jahr liessen wir das obligate „Plättli“ ausfallen und so waren wir dann gegen 20.00 Uhr wieder wohlbehalten zurück.

 

An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen der Teilnehmer bei Peter Drittenbass für die Ideen und die minutiöse Vorbereitung. Ich konnte nach der Rekognoszierung beruhigt diese Reise leiten. Bei Eric Marty bedanke ich mich für die sichere Fahrt und bei den Sponsoren für die offerierten Getränke-Runden.

 

Der Co-Reiseleiter

Edi Lanz



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