200 Jahre Feuerwehr Bettlach SO

Dichtem Bodennebel zum Trotz machen sich sieben Vereinsmitglieder zur Ausfahrt bereit. Zu dieser Jahreszeit dürfen gute Jacken, Kappen und Wolldecken nicht fehlen, schliesslich hat unser Bubu (Dodge WC von 1944) weder eine geschlossene Kabine noch eine Heizung. Kurz nach halb acht Uhr morgens geht es los, wir wollen zeitig in Bettlach sein und ein Kaffeehalt ist schliesslich Pflicht. Zu Beginn sitzt ein richtiger Könner am Steuer, ganz ohne Ruckeln oder Geräusche geht es vorwärts, was bei einem nicht synchronisierten 4-Gang Getriebe weiss Gott keine Selbstverständlichkeit ist.

An diesem Samstagmorgen gehören die Strassen uns, herrlich. Es geht über Höri, Steinmaur und Niederweningen dem Kanton Aargau entgegen. Über Lengnau, Endingen, Würenlingen gelangen wir nach Brugg und weiter in Richtung Aarau, nur schade brennt in keinem Restaurant Licht. Erst nach Aarau finden wir das Café Maier in Gretzenbach, doch das Warten zahlt sich aus, der Kaffee ist herrlich und die Gipfeli fein. Frisch gestärkt und aufgewärmt geht es wieder ans Werk. Nun wird Bubu von einem Neuling pilotiert, dass es nun ruckelt und die Gangwechsel von teilweise sehr unschönen Geräuschen begleitet werden ist entsprechend der Nebeneffekt. Für die jüngeren, von Synchronringen verwöhnten Autofahrer, ist es gar nicht so leicht das Doppelkuppeln und Zwischengas zu erlernen. Übung macht eben auch hier den Meister - hoffentlich.

Bald liegt auch Olten hinter uns, weiter nach Langenthal – huch, wieso nun Langenthal, da haben wir uns wohl ziemlich verfranzt. Nun gut, via Niederbipp finden wir wieder auf unsere Route. Noch durch Solothurn und danach schnell den Anhänger mit der Handruckspritze vom PKW an den Bubu umhängen, so können wir entsprechend stillvoll in Bettlach einfahren. Was wir kurz danach, bei nun herrlichem Sonnenschein auch tun.

Die Feuerwehr Bettlach hat zur Feier ihres 200-jährigen Bestehen geladen. Wir werden sehr herzlich begrüsst und dürfen unseren Bubu und unsere Handdruckspritze von 1895 in erster Reihe platzieren. Nebst einigen weiteren Fahrzeugen aus der Feuerwehrvergangenheit, sind auch diverse aktuelle Fahrzeuge der umliegenden Feuerwehren zu bestaunen. Vom Löschfahrzeug des Flughafen Grenchen, mehrere Drehleitern und Hubretter bis hin zum Tunnelgebläse wird alles den Besuchern erklärt und demonstriert. Auf der brandneuen Drehleiter von Grenchen kann das Festgelände aus 33m Höhe überblickt werden oder im Tanklöschfahrzeug von Bettlach eine kleine Rundfahrt gemacht werden. Nebst einigen Einsatz-Demonstrationen, können auch die Festbesucher mit Feuerlöscher und Löschdecke den Angriff starten. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, das Bier hatte aus dem Appenzell sogar noch eine weitere Anreise hinter sich. Auch eine Präsentation vom Bubu und der Handdruckspritze für das interessierte Publikum ist Teil des Programms.

Bei unserem Reisetempo heisst es um 17Uhr aufsitzen. Mit Blaulicht und Horn verabschieden wir uns vom Festgelände und machen uns auf den Nachhauseweg. Eigentlich läuft es ganz gut, zumindest bis Mörikon-Wildegg. Nein nicht die Technik macht uns zu schaffen, sondern unsere Navigationskünste. Eigentlich war Birr nicht geplant, noch mehr war Baden mit den ganzen Baustellen nicht Teil unserer Routenplanung – positiv formuliert, wir machen ausgiebig Sightseeing Kanton Aargau. Entsprechend spät und gut gekühlt erreichen wir Bachenbülach. Ein Sandwich und Feierabendbier im Freihof stimmen aber wieder versöhnlich und ein langer und erlebnisreicher Tag ist vorüber.

 



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